Spargel nur noch bis Johanni

RWG-Spargelvermarkter Herbert Schriever zur Spargelsaison 2008



Die Spargelsaison neigt sich langsam dem Ende zu. Am kommenden Dienstag, 24. Juni, dem Johannistag, endet traditionell die Ernte des Edelgemüses. Die Pflanzen müssen sich regenerieren.
Herbert Schriever ist bei der Raiffeisen-Warenge- nossenschaft Grafschaft Hoya eG (RWG) verantwortlich für die Spargelvermarktung. Die RWG spielt bei der Vermarktung eine besondere Rolle, denn sie vergibt Lizenzen an die in der Arbeitsgemeinschaft "Nienburger Spargel" organisierten Spargelbauern. Für den Endverbraucher ist das von Vorteil, denn durch die Lizenznummer ist ein lückenloser Nachweis bis zum Anbaubetrieb möglich.
Die Harke am Sonntag hat Herbert Schriever zum Verlauf der diesjährigen Spargelsaison befragt.
"Generell hat die Trockenheit dem Spargel schon zu schaffen gemacht. Aufgrund der hohen Temperaturen konnten wir zwar eine geringfügige Steigerung der Erträge verzeichnen, allerdings sind die Anteile der ersten Sorte geschrumpft. Das heiße Wetter führte zudem zu einer etwas schlechteren Qualität der ersten Wahl", resümiert der Spargelvermarkter.
Zwar sei der Spargelpreis etwas höher als im vergangenen Jahr, doch während der Saison konstant geblieben.
Hinsichtlich der Gesamtmenge des geernteten Spargels stellt Herbert Schriever die Tendenz fest, dass es insgesamt weniger sei, allerdings habe das mit dem frühen Beginn der Spargelsaison im vergangen Jahr zu tun, als bereits Anfang April geerntet wurde. Noch neun Tage lang, bis auf wenige Ausnahmen, ist frischer Nienburger Spargel mit dem Gütesiegel erhältlich. "Es sind schon etliche Flächen abgepflügt", bestätigt Herbert Schriever, allerdings unterstreicht er, dass für den Verbraucher noch genug Spargel bis zum Ende der Saison vorhanden sei.
Das Fazit: "Im Großen und Ganzen ist die Saison zufriedenstellend verlaufen."