Ohne Kräfte aus Osteuropa kein Spargel

Arbeitsgemeinschaft "Nienburger Spargel" zog Bilanz/Abschlussessen in Rohrsen

Beim traditionellen Saisonabschluss hatte die Arbeitsgemeinschaft "Nienburger Spargel" einmal mehr Freunde, Förderer und Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen in das Gasthaus Siemer nach Rohrsen eingeladen.



Fritz Bormann, der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Spargelernte. Durch die Trockenheit habe es allerdings auch Mindererträge zu verzeichnen gegeben. "Wir müssen die Nische Spargel auch in Zukunft wie ein rohes Ei behandeln", erklärte Bormann den Gästen, zu denen auch die Spargelkönigin Sonnele Göckeritz gehörte. Das Gütesiegel hätte sich nach Aussagen von Herbert Schriever von der Raiffeisen Warengenossenschaft Grafschaft Hoya, die für die Vermarktung zuständig ist, bewährt "Gut, dass wir das Siegel haben", erklärte Schriever, der auch bemerkte, dass der Nienburger Spargel nicht nur in Norddeutschland einen hohen Stellenwert, sondern in den benachbarten Bundesländern und sogar in Japan seine Liebhaber hat.
"Wir müssen in der Zukunft darauf achten, dass wir für den Spargel einen stabilen Preis erzielen", ergänzte Fritz Bormann und begründete dieses mit den angestiegenen Energie- und Lohnkosten für die polnischen Erntehelfer. Ohne die Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa könne die Spargelernte nicht bewältigt werden, gab Bormann zu bedenken.
Für die Spargelsaison 2009 will sich die Arbeitsgemeinschaft das Ziel setzen, neue Absatzmärkte zu erschließen, denn für die Landwirte sei der Anbau des Edelgemüses nach wie vor eine wichtige Einnahmequelle, gab Bormann abschließend zu bedenken.