Spargelmarkt als Highlight

Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Nienburger Spargel

"Wir brauchen Highlights - da müssen wir dran arbei- ten", machte Fritz Bormann, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Nienburger Spargel, am Dienstag Abend bei der Mitgliederversammlung der Spargelanbauer im "Krügerhof" Holtorf deutlich. Problem der Spargelanbauer: Die Spargelmesse in Leese gibt es nicht mehr, die Aussteller sind nach Bremen gegangen - diese Messe war, so Bormann, in der Region ein absolutes Highlight und die Gelegenheit für die Spargelanbauer, sich den Kunden zu präsentieren. Um diesen Verlust aufzu- fangen, regte Bormann an, müsse man darüber nachdenken, inwieweit man den Spargelmarkt und die Spargelsaisoneröffnung nicht noch weiter ausbauen könne. Vor allem der Spargelmarkt sei ein Publikumsrenner. An die Adresse der rund 20 Spargelanbauer im Saal appellierte er, sich rege an diesem Markt zu beteiligen. "Es wäre schön, wenn es noch ein paar mehr Stände gäbe und die eine oder andere (ausgestellte) Maschine. Es geht dabei nicht so sehr um Gewinne, man muss Präsenz zeigen."
Positiv - lobte Bormann - sei es, dass beim Spargelmarkt 2008 neben der Stadt Nienburg, dem Landkreis und der HARKE auch die Werbegemeinschaft "Nienburger Service" mit im Boot sei. "Es werden wieder viele dabei sein, so dass das Thema Spargel wieder präsent ist." Die Details der Veranstaltung werden, so Bormann, in den nächsten Wochen in Treffen zwischen den Beteiligten festgelegt - der Termin hingegen steht: Der Spargelmarkt 2008 wird am 17. Mai stattfinden, gut drei Wochen nach der Spargelsaisoneröffnung mit Landwirtschaftsminister Ehlen am 23. April in der Nienburger Deula.
Großes Lob zollte Bormann der amtierenden Spargelkönigin Imke Burhop und ihrer Vorgängerin Miriam Siegel, die bei einigen Terminen spontan eingesprungen war. "Insgesamt 40 Auftritte" habe die Spargelkönigin absolviert - und dabei den Markennamen "Nienburger Spargel" hervorragend vertreten. "Du hast es sehr gut gemacht", lobte er Imke Burhop. Einer der Auftrittshöhepunkte der - alles in allem guten Spargelsaison 2007 - sei die dreitägige Stippvisite in Riga (Lettland) gewesen - in Lettland sei Spargel zwar noch nicht so weit verbreitet, aber das könne sich ja ändern. "Vielleicht kriegen wir ja da mal den Fuß in die Tür und können unseren Spargel dorthin exportieren."
Abgerundet wurde die Mitgliederversammlung von zwei Vorträgen . Herbert Schultz informierte über das Erzeugerqualitätssicherungssystem QS-GAP und den hohen Aufwand, den Spargelanbauer betreiben müssen, um dieses Qualitätssiegel zu bekommen. Und Christian Bornstein von der Firma "ai-solution" aus Wolfsburg, stellte den "Spargel-Panther" vor, eine teilautomatischen Spargelerntemaschine, die "vier bis sieben geübte Spargelstecher ersetzen kann". Derzeit gibt es das vermutlich 150 000 bis 180 000 Euro teure Stück Hightech allerdings noch nicht zu kaufen - es befindet sich noch in der Entwicklung, 2009 soll der rosarot lackierte "Spargel-Panther" auf den Markt kommen.