Saison ohne Komplikationen
 
Fast alle Spargelfelder schon abgepflügt/Erzeuger durchweg zufrieden
 
Saisonabschluss
Auf eine Saison ohne Komplikationen blicken Fritz Bormann, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft "Nien- burger Spargel", und Herbert Schriever, bei der RWG Grafschaft Hoya für die Vermarktung des Edelge- müses verantwortlich, zurück. Zusammen mit Spargel- königin Constanze Zint hatten sie auch in diesem Jahr einer guten Tradition folgend Freunde und Förderer des Edelgemüses mit dem Güte- siegel zum Saison-Ab- schluss-Essen ins Gasthaus Siemer in Rohrsen eingela- den.

In vertrauter Runde ließ man sich das bewährt leckere Spargelgericht mit Schnitzel, Schinken, Kartoffeln und natürlich Sauce Hollandaise schmecken. Doch eines war in diesem Jahr anders: Obwohl das Abschlussessen exakt eine Woche vor dem offiziellen Ende der Spargelsaison stattfand, war das Edelgemüse zu diesem Zeitpunkt schon Mangelware.

Selbstredend nicht bei Birgit und Wilfried Dierks - sie waren so wohl an diesem Abend als auch am Tag darauf, als es noch ein mal 50 Personen zu beköstigen galt, mit ausreichend frischem Bormannschen beliefert worden -, dafür aber bei vielen, die zum Ende der Saison noch größere Mengen benötigen, weil ihre Kunden darauf vertrauen, dass sie sich den Spargel noch bis zum letzten Tag der Saison, dem 24. Juni, schmecken lassen können.

Ursache dafür ist, dass die Spargelsaison in diesem Jahr ungewohnt früh begonnen hat. Bereits zu Ostern gab es auch im Kreis Nienburg ein ausreichendes Angebot an heimischem Spargel.

Außer dem blieben in diesem Frühjahr die Wetterkapriolen aus. Da weder verspätet einsetzender Frost die Erträge schrumpfen noch eine Hitzewelle die Erträge explodieren ließ, können die Erzeuger auf eine Saison ohne nennenswerte Vorkommnisse und daher mit konstanten Erträgen zurückblicken.

Hinzu kam, dass ein großer Teil der Saisonarbeitskräfte schon vor Ende der Saison abreisen musste. Ihre Arbeitserlaubnis lief früher aus, weil sie wegen des frühen Saisonbeginns auch schon früher angereist waren.

Und eines wollten die Erzeuger verständlicherweise eben falls nicht: die Spargel pflanze über Gebühr strapazieren.

Schließlich soll es ja auch im nächsten Jahr wie der den echten Nienburger Spargel mit dem Gütesiegel geben.


(Aus DIE HARKE AM SONNTAG vom 21. Juni 2009)