Nienburger Spargel "weltweit präsent"
 
Gestern Abend wurde die Nienburger Spargelsaison offiziell eröffnet Fritz Bormann: "Spargel kennt keine Krise"
 
Spargelanstich 2009
Die Nienburger Spargel- saison ist eröffnet. Hans- Heinrich Ehlen, Nieder- sächsischer Landwirtschafts- minister, nahm gestern Abend traditions-gemäß den offiziellen Spargelanstich vor.
Ehlen befand, es gäbe keine Region, die besser zum Spargelanbau geeignet sei als die Mittelweserregion. "Niedersachsen ist das Agrarland Nummer eins. Jede vierte Spargelstange kommt aus Niedersachsen", erklärte er. Die Spargelpro- duktion sei in den vergan- genen Jahren "sensationell gestiegen", so dass immer weniger Spargel importiert, umso mehr jedoch exportiert werde. Das bestätigte Bernd Antelmann von der Deula, der als besondere Gäste acht Delegierte des chinesischen Landwirtschaftsministeriums sowie zwei sibirische Gäste begrüßte. "Sie zeugen von der weltweiten Präsenz des Nienburger Spargels." Antelmann meinte, zurzeit sei es schwierig, ohne das Wort "Krise" auszukommen. Der Spargelanbau jedoch sei ein Garant für einen guten wirtschaftlichen Ertrag - "Oder hat ein Landwirt schon mal nach einer ‚Bad Bank‘ gerufen?"
In dieselbe Kerbe schlug der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft "Nienburger Spargel", Fritz Bormann: "Spargel kennt keine Krise. Entweder wir haben welchen oder wir haben keinen", sagte er. In den vergangenen Tagen und Wochen sei er jedenfalls "in hervorragender Qualität gekommen". Kritisch äußerte sich Bormann hinsichtlich der Versuche, Spargel ganzjährig anzupflanzen: "Die Verbraucher wollen keinen Spargel zu Weihnachten. An der Natur vorbeizuarbeiten bringt keinen Erfolg."
Kreislandwirt Tobias Göckeritz lobte seine Tochter, Sonnele Göckeritz, für ihr Engagement als Spargelkönigin 2008. Kritik äußerte er hingegen an der Diskussion über die "Schweinegrippe". Eine Influenza könne jedes Tier betreffen. Das Schwein generell als gesundheitsschädigend abzutun, schade lediglich den Landwirten. "Es dürfen keine Ängste entwickelt werden, die in diesem Fall unangebracht sind."