Majestäten, Moden und Museumstag

1500 Besucher strömten gestern zum Museumstag mit Proklamation der Spargelkönigin und Modenschau

Premiere gelungen: Das Spargelfest mit Proklamation der Spargelkönigin und Jubiläumsfrisuren- und Modenschau im Museumsgarten erwies sich gestern als Publikumsmagnet ersten Ranges. Rund 1500 Besucher, schätzte ein sichtlich zufriedener Museumsleiter Dr. Eilert Ommen , seien über den Tag verteilt zu dem Spektakel gekommen.



Die Mischung macht's. Frei nach dieser Devise boten gestern Nienburgs Museumsverein, die Frisörinnung und die Arbeitsgemeinschaft "Nienburger Spargel" ein Spargelfest mit einen ungewöhnlichen Rahmenprogramm im Biedermeiergarten (Museumsgarten) neben dem Spargelmuseum und dem Quaet-Faslem-Haus. Die Museen hatten geöffnet, Handwerk stellte sich vor, anlässlich ihres 100- jährigen Jubiläums präsentierte die Friseurinnung eine historische Moden- und Frisurenschau (plus aktuelle Haarmoden), außerdem lockten Livemusik und - als wäre das der Vielfalt noch nicht genug - wurde ein Spargelfest gefeiert.
Eindeutiger Höhepunkt des Nachmittags war neben der von Holger Hartendorf und Reinhard Ellerbusch moderierten Modenschau (mit sechs TKW-Tanzpaaren und fünf Modells) die Kür der neuen Spargelkönigin Dorothee Vogel (18) aus Rohrsen. Aus diesem Anlass waren aus ganz Niedersachsen neun "Produktköniginnen" angereist - von der Schneeverdinger Heidekönigin bis hin zur Kartoffelkönigin und der Bärlauchblütenkönigin. Auch die Kleine Nienburgerin Felicitas Okonnek und die "alte" Spargelkönigin Konstanze Zint präsentierten sich den Hunderten von Besuchern. Immer griff- bzw. abrufbereit: Autogrammkarten und ein strahlendes Lächeln für die vielen Fotografen, die ein Erinnerungsbild von den Majestäten schießen wollten.
"Nienburg ist die Hauptstadt des Spargels", freute sich Nienburgs stellvertretender Bürgermeister Rolf Warnecke über das gelungene Fest und das große Zuschauerinteresse. Landrat Heinrich Eggers, der die neue Spargelkönigin gemeinsam mit Fritz Bormann (Vorsitzender der AG Spargel) und Herbert Schriever (RWG Hoya) proklamierte, sah das genauso. Die Regierungszentrale, sagte er, sei aber genaugenommen Rohrsen - von dort stamme nicht nur die neue Spargelkönigin, auch Bormann und nicht zuletzt er selbst sei ja ebenfalls Rohrsener.
Einig waren sich Eggers und Warnecke auch darin, dass die scheidende Spargelkönigin Konstanze Zint ihr Amt mit großem Engagement ausgeübt hatte - ein Lob, das sich auch alle an diesem Fest Beteiligten auf ihre Fahnen schreiben konnten: beispielsweise das Orchester der Musikschule Nienburg, die "Harmonists" aus Wietzen, aber auch die unzähligen Helferinnen und Helfer hinter den Kulissen.
Ein bisschen Glück gehörte zum Gelingen aber auch dazu: Das Wetter spielte gestern den ganzen Tag über mit. und spätestens als die Königinnen um exakt um 14 Uhr aufmarschierten, hatte sich die letzte Wolke verzogen und es herrschte eitel Sonnenschein.