Nienburger Spargel - So muss er sein
 
Spargelvermarktung

Laut Qualitätsnorm (VO ELI Nr. 454/92) dürfen für die Spargelsortierung nur noch die Klassenbezeichnungen Extra, I und II verwendet werden. Außerdem ist es zulässig, den Spargel nach den Farbgruppen weiß, violett und violett-grün zu sortieren.
 
Die Anbauer der Arbeitsgemeinschaft "Nienburger Spargel" sortieren nach folgender Qualitätssnorm: Die Spargelstangen der Klassen Extra und I dürfen 17 bis 22 Zentimeter und die der Klasse II 12 bis 22 Zentimeter lang sein. In allen Klassen muss der Spargel gesund, frei von Fäulnisbefall, fremdem Geruch oder Geschmack sowie sauber und nicht gewässert sein.
 
Die Spargelstange der Klasse Extra muss gerade sein. Der Kopf ist fest und geschlossen. In der Klasse I dagegen darf die Stange leicht gebogen sein. In beiden Klassen ist die Stange weiß und hat einen Durchmesser von 16 bis 26 mm bzw. 12 bis 16 mm.
 
Zu der Klasse II gehören Spargelstangen, die 12 bis 16 mm dick sind und auch weiß/violett oder violett sein dürfen.
 
Die Bezeichnung Klasse III ist zur Kennzeichnung von Spargel seit dem 1. Juli 1991 nicht mehr zugelassen. Eine große Rolle hat diese Klasse in den letzten Jahren auch nicht mehr gespielt. Besonders an sehr warmen Tagen, wenn ein Überangebot an Spargel bestand, hat der Spargel der Klasse III den Markt zusätzlich belastet. Er konnte nur auf Kosten besserer Sortierungen verkauft werden.
 
Als Ersatz für die Klasse III gibt es die Klasse II mit einem Durchmesser ab 8 mm aufwärts. Zu dieser Klasse gehören grüne, hohle und gebrochene Stangen, wobei hier die Grenzwerte laut ELI-Norm zu beachten sind.
 
Der sortierte Spargel muss geschützt verpackt sein. Auf der Etikettierung müssen die Handelsklasse und das Verpackungsgewicht enthalten sein. Zusätzliche Geschäftsangaben sind zulässig.